Jugendkulturtag 2016 in Stadtallendorf

Bereits vor den Sommerferien hatte das Kreisjugendparlament nun bereits zum achten Mal den Jugendkulturpreis ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Kinder- und Jugendliche bis 21 Jahren mit kulturellen Beiträgen jeder Art.

Gut 70 Kinder und Jugendliche hatten sich mit insgesamt 15 unterschiedlichen Beiträgen beworben. Am Samstag, den 11. November erhielten sie in der Aula der Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf die Gelegenheit, ihren Beitrag zu präsentieren. Der Nachmittag bot ein buntes Programm und stellte auch Beiträge in den Vordergrund, die sonst eher im Verborgenen stattfinden. So bestand ein Teil der Wettbewerbsbeiträge aus selbst geschriebenen Kurzgeschichten oder kunstvoll gemalten Bildern.

Am Ende der Veranstaltung bat die Jury die Preisträger auf die Bühne. Leider waren nicht mehr alle da.
Am Ende der Veranstaltung bat die Jury die Preisträger auf die Bühne. Leider waren nicht mehr alle da.

Das Programm eröffneten allerdings die „Traumfänger“, die mit akrobatischen Übungen gleich zu Anfang das Publikum begeisterten und immer wieder spontanen Applaus erhielten.

Einige zum Teil noch sehr junge Musiker waren ebenfalls dabei. So sang die erst 9jährige Dascha Salomka, nur begleitet von einem Piano ein Lied aus dem „Glöckner von Notre Dame“, die zehnjähre Nicole Hardock sang „Can You Feel The Love Tonight“ und Catherine Bonarius performte „Just A Little Bit Of Your Heart‘“. Laurenz Born und Christian Weg spielten ihre Cello-Interpretation von Adeles „Rolling In The Deep“.

Bei den Kurzgeschichten überzeugte Maria Weber mit einer spannenden Szene aus einem Fantasy-Roman und Meryem Aric persiflierte gängige Fernsehformate aus dem „AssiTV“. Besonders beeindruckend war auch Sophie Baumgardts Kurzgeschichte „Wie viele Jahre hat ein Tag ohne Dich“, in der sie mit viel Gefühl über Selbstverletzung und Verlust reflektierte.

Emily Satzke, Emma Haas und Lydia Saalbach hatten ihre Bilder mitgebracht. Besondern angetan hatte es die farbenfrohe Collage von Lydia Saalbach. Das Bild im Stil von Hundertwasser gewann daher auch den ersten Preis bei den Einzelbewerbungen

Die Gruppe „Darstellendes Spiel“ der Wollenbergschule Wetter bot einen Ausriss aus ihrem selbsterarbeitenden eigentlich 90 Minuten langem Stück „Virtueller Tatort“, ein Stück über die Entwicklung von Technik und den Medien und deren Auswirkung auf die menschliche Gesellschaft.

Lautstark und eindrücklich war auch die musikalisch-szenische Collage zum Thema „Ehrenamt“ der Theatergruppe der Alfred-Wegener-Schule Kirchhain. Die Kernfrage lautete: „Warum wollen eigentlich alle, dass sich was ändert, aber keiner möchte etwas dafür tun?“ Die Botschaft verbunden mit einer stimmigen Performance und einem starken Auftreten auf der Bühne ergaben im Ergebnis den ersten Preis bei den Gruppenbewerbungen.

Neben dem Wettbewerbsprogramm war eine Ausstellung mit dem Titel „Meine, deine, unsere Stadt“ zu sehen, die von Jugendlichen aus Kirchhain in Kooperation mit der Volkshochschule des Landkreises und der Jugendförderung Kirchhain zum Thema „Heimat“ erarbeitet wurde. Die Ausstellung zeigt den persönlichen Blick der Jugendlichen auf den Ort, in dem sie leben.

Speisen und Getränke wurden gegen eine Spende für die „Elterninitiative  für leukämie- und tumorkranke Kinder Marburg e. V.“ abgegeben. Die Initiative präsentierte sich während des Nachmittags mit einem Info-Stand.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der nächsten Sitzung des Kreisjugend­parlaments am Samstag, den 10. Dezember 2016 um 15:00 Uhr im Landratsamt/ Kreisverwaltung in Marburg statt.

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