Kreistagswahl 2026 – Unsere Fragen

Wir haben ALLEN Listen zur Kreistagswahl unsere Fragen gestellt – los gehts …

(Die Reihenfolge der Antworten bestimmt sich nach dem Zeitpunkt der Zusendung)

GRÜNEN = BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Kreisverband Marburg-Biedenkopf
UWG = Unabhängige Wählergemeinschaft
WDMR = Bürgerliste WEITERDENKEN
FDP = Freie Demokraten; Fraktion des Kreistages Marburg-Biedenkopf
LINKE = Die Linke; Kreisverband Marburg-Biedenkopf
KLIMALISTE = Klimaliste Fraktionen Marburg und Marburg-Biedenkopf
SPD = SPD Marburg-Biedenkopf
CDU = CDU Marburg-Biedenkopf


Kinder- und Jugendbeteiligung

  1. Jugendbeauftragte der Kreistagsfraktionen.

Können Sie sich vorstellen Jemanden aus ihrer Fraktion als „Jugendbeauftragten“ zu stellen? Diese sollen sich regelmäßig mit dem KJP austauschen.

Ja. Bereits in der Vergangenheit waren Mitglieder unserer Fraktion bei Sitzungen des KJP zu Gast, wenn es terminlich passte. Diesen Kontakt wollen wir sehr gerne verstetigen und ausbauen durch einen Jugendbeauftragten.

🗣️ Deine Themen direkt in die Politik bringen!

Wir können uns vorstellen, einen Jugendbeauftragten aus unserer Fraktion zu benennen, der regelmäßig mit dem KJP im Austausch steht. 💬 Besonders, weil der ehemalige KJP-Vorsitzende Teil unserer Fraktion ist, wollen wir so die Anliegen junger Menschen frühzeitig einbringen.

Klar definierte Aufgaben & realistische Zeitpläne
Junge Menschen mit Herzblut als direkte Ansprechpartner für Jugendthemen

💡 Dein Engagement kann den Unterschied machen!

#Jugendbeteiligung #KJP #DeineStimmeZählt #PolitikFürJugendliche

JA. Miteinander reden ist Voraussetzung zum Erhalt der Demokratie, auch und besonders bei unterschiedlichen Meinungen.
Damit die Bürgerliste Weiterdenken Fraktionsstärke
mit 3 Abgeordneten erreicht, könnt ihr eure wahlberechtigten Angehörigen und Freunde motivieren,
uns zu wählen.
Unser Wahlprogramm findet ihr unter HIER

Jugendbeteiligung ist wichtig. Ob und in welcher Form wir einen Jugendbeauftragten stellen können, hängt von der Größe unserer Fraktion nach der Wahl ab. Unabhängig davon befürworten wir einen regelmäßigen, verbindlichen Austausch zwischen Kreistag und KJP. 

Wir werden auf jeden Fall eines unserer Mitglieder als Brücke und Kontaktperson für das Kreisjugendparlament bestimmen. Die konsequente Teilnahme an euren Sitzungen wird damit sichergestellt. Ebenso ist unsere Fraktionssitzung öffentlich und ihr seid herzlich eingeladen mit Anliegen zu uns zu kommen.

Ja, wir können uns gut vorstellen, in der neuen Legislaturperiode eine
Person aus unserer Fraktion dauerhaft als Jugendbeauftragten zu benennen. Diese soll regelmäßig am KJP teilnehmen und als feste Ansprechperson zur Verfügung stehen. Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist uns wichtig, und wir möchten den kontinuierlichen Austausch künftig stärken.

Wir halten es für eine sehr gute Idee, dass jede Fraktion eine feste Ansprechperson für Jugendthemen benennt. So können wir den Austausch zwischen Kreistag und Jugendlichen dauerhaft und verlässlich gestalten.

Für unsere Fraktion kann sich unsere Kandidatin Frauke Haselhorst gut vorstellen, eine solche Jugendbeauftragte zu sein.

Darüber hinaus möchten wir gemeinsame Austauschformate etablieren – etwa regelmäßige Jugendhearings, bei denen Vertreter*innen des KJP oder KSR ihre Themen direkt einbringen können.

Wir haben in den vergangenen Jahren immer mit Freude die Aktivitäten des KJP, z.B. bei den Berichten im Jugendhilfeausschuss oder im Kreistag verfolgt. Das KJP ist eine wichtige Institution im Landkreis, um die Partizipation von jungen Menschen zu garantieren, die wir stets unterstützt haben. Unter den aussichtsreichen 40 ersten Kandidat*innen auf unserer Liste befinden sich allein 4 Personen mit einem Alter unter 25 Jahren. Daher werden wir nach der Wahl gut (mindestens) eine/n Jugendbeauftragte/n benennen können.

Moritz Koch, Dautphetal, Vorsitzender der Jungen Union Marburg-Biedenkopf: Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass unsere Fraktion eine feste Person als Jugendbeauftragten benennt, die regelmäßig den Austausch mit dem Kreisjugendparlament pflegt. Aus meiner Sicht ist Kinder- und Jugendbeteiligung kein zusätzlicher Programmpunkt, sondern ein fester Bestandteil verantwortungsvoller Kommunalpolitik. Wenn wir möchten, dass junge Menschen Vertrauen in politische Prozesse entwickeln, dann müssen wir ihnen verlässliche Ansprechpartner anbieten und ihre Anliegen ernsthaft in unsere Arbeit einbeziehen.

Ein fest benannter Vertreter unserer Fraktion würde sicherstellen, dass Themen des KJP frühzeitig in Beratungen eingebracht werden und Rückmeldungen transparent erfolgen. Gleichzeitig entsteht dadurch Kontinuität im Austausch, sodass nicht nur punktuelle Gespräche stattfinden, sondern eine dauerhafte Zusammenarbeit wächst. Gerade als Kreisvorsitzender der Jungen Union ist es mir wichtig, junge Perspektiven strukturell in politische Entscheidungsprozesse einzubinden.

Deshalb würde ich mich innerhalb der CDU-Fraktion klar dafür einsetzen, eine solche Funktion verbindlich zu schaffen.


  1. Kreisschülerrat

Die Lebenswelt Schule ist für uns besonders wichtig, da wir dort die meiste Zeit verbringen (müssen). Als KJP können wir uns nur bedingt für Verbesserungen im Schulwesen einsetzen. Hier sind wir auf einen starken Kreisschülerrat angewiesen. Leider erleben wir den KSR als unterfinanziert und unzureichend begleitet.

Was kann der Landkreis als Schulträger hier tun?

Im Haushaltsplan ist für den Kreiseltern- und Kreisschülerbeirat ein Budget von 5.000 EUR vorgesehen. Davon wurden 2023 ca. 1.500 EUR abgerufen. Vor diesem Hintergrund sollte geprüft werden, ob es Schwierigkeiten bei der Nutzung oder Beantragung der vorhandenen Mittel gibt.

Darüber hinaus halten wir eine hauptamtliche organisatorische Unterstützung für besonders wichtig. Diese könnte entweder durch den Schulträger oder durch das zuständige Schulamt (Land) bereitgestellt werden, um die Arbeit der Gremien nachhaltig zu stärken und ihre Handlungsmöglichkeiten zu verbessern.

💬 Deine Stimme zählt!
Ein starker Kreisschülerrat (KSR) macht Schüler im Landkreis Marburg-Biedenkopf hörbar.
🎓

💡 Damit das klappt, braucht es:

  • verlässliche Finanzierung 💰
  • fachliche Unterstützung 📝
  • regelmäßigen Austausch mit Politik & Verwaltung 🤝

Programme wie das „Jugend-Budget“ zeigen: Beteiligung wird gefördert – genau das wollen wir nutzen, um den KSR noch stärker zu machen! 💪

#Schülerpower #KSR #Jugendbeteiligung #DeineStimmeZählt

Wir bieten Euch wie auch dem KSR regelmässige Treffen mit unseren Abgeordneten an, um die jeweiligen Probleme in Ruhe zu besprechen und Lösungen zu finden.





Der KSR ist ein zentrales Sprachrohr der Schülerinnen und Schüler. Wir setzen uns ein für

·       eine verlässliche finanzielle Grundausstattung,

·       eine professionelle Begleitung,

·       klare Zuständigkeiten in der Kreisverwaltung und mehr Mitspracherechte bei schulbezogenen Entscheidungen

Dem KSR steht im Haushalt 5.000 Euro zu, diese schienen bisher auszureichen. Uns erscheint es wichtiger, dass die personelle und strukturelle Unterstützung verstetigt und ausgebaut wird. Die Einrichtung einer halbe Stelle, jeweils hälftig finanziert vom Schulamt und dem Landkreis, ist unserer Meinung nach ein erster Schritt auf diesem Weg. Auch sollte der Kreisschülerrat ein direktes Antragsrecht für den Kreistag erhalten, denn ihr seid die Fachleute für eure Belange.

Der Kreisschülerrat ist ein unverzichtbarer Partner, wenn es um gute
Lösungen für Schulen geht, und sollte daher strukturell wie finanziell deutlich besser ausgestattet werden. Er braucht feste eigene Räumlichkeiten, ein verlässliches Budget für Öffentlichkeitsarbeit und eigene Projekte sowie eine angemessene organisatorische Begleitung. Zudem müssen die Rahmenbedingungen so gestaltet
sein, dass alle Mitglieder unkompliziert zu Sitzungen gelangen können, etwa durch einen funktionierenden ÖPNV und eine prüfungsfreundliche Terminplanung.
Entscheidend ist außerdem, dass der KSR bei allen schulrelevanten Themen verbindlich beteiligt wird und echte Mitwirkungsmöglichkeiten erhält.

Erst einmal finden wir eine Stärkung des Kreisschülerrats wichtig, um direkten Einfluss der Schüler*innen auf Entscheidungen im Schulalltag zu fördern. Die Finanzierung könnte im Rahmen der Demokratieförderung des Landkreises direkt gefördert werden – zumindest kann sich der Landkreis beim Land für mehr Mittel einsetzen.

Neben der besseren Begleitung durch Lehrer*innen würden wir hier eine Begleitung und Hilfe durch den Fachdienst „Partizipation, Ehrenamt und Sport“ des Landkreises für sinnvoll erachten. Hier sitzt Expertise, die helfen kann.

Der Kreisschülerrat Marburg-Biedenkopf ist ein wichtiges demokratisch legitimiertes Gremium der Schülervertretungen im Landkreis. Er bündelt ihre Stimmen, vertritt die Interessen gegenüber Verwaltung und Politik, vernetzt die Schülervertretungen aller Schulen im Kreis und fördert Schülerbeteiligung. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des durch den Kreistag beschlossenen Haushalts. Uns ist bewusst, dass die finanziellen Möglichkeiten des Landkreises derzeit angespannt sind und wir streben hier eine generelle Verbesserung an.

Moritz Koch, Dautphetal, Vorsitzender der Jungen Union Marburg-Biedenkopf:  Der Kreisschülerrat ist ein wichtiges Sprachrohr für die Schülerinnen und Schüler im Landkreis. Schule prägt den Alltag junger Menschen stärker als jeder andere Lebensbereich. Wenn der Kreisschülerrat seine Aufgaben nur eingeschränkt wahrnehmen kann, weil finanzielle Mittel oder organisatorische Unterstützung fehlen, dann schwächt das die demokratische Mitwirkung insgesamt.

Um den Kreisschülerrat zu stärken, halte ich eine verlässliche finanzielle Ausstattung für notwendig. Ein fest eingeplantes Budget im Kreishaushalt würde Planungssicherheit schaffen und eigene Projekte ermöglichen. Darüber hinaus braucht es eine kontinuierliche Begleitung durch die Verwaltung oder eine pädagogische Fachkraft, die organisatorische Abläufe unterstützt und für Stabilität sorgt, auch wenn sich gewählte Vertreterinnen und Vertreter regelmäßig wechseln.

Ebenso wichtig ist eine stärkere Einbindung in politische Entscheidungsprozesse. Bei schulrelevanten Themen sollte der Kreisschülerrat frühzeitig angehört werden und die Möglichkeit erhalten, seine Position in den zuständigen Ausschüssen darzulegen. Beteiligung darf nicht erst stattfinden, wenn Entscheidungen faktisch getroffen sind. Zusätzlich sehe ich Potenzial in einer engeren Vernetzung zwischen Kreisschülerrat, Kreisjugendparlament und Kreispolitik, etwa durch regelmäßige gemeinsame Gesprächsformate.

Für mich steht fest: Wer junge Menschen ernst nimmt, muss ihnen echte Mitgestaltung ermöglichen. Dazu gehören ausreichende Ressourcen, klare Strukturen und eine politische Kultur, die Beteiligung nicht als Pflichtübung, sondern als Chance begreift. Dafür stehe ich als Kreistagskandidat der CDU und als Kreisvorsitzender der Jungen Union.


Schulausstattung

  1. Schultoiletten

Kreisweit erleben wir an unseren Schulen, dass die Toiletten defekt, beschädigt, mangelhaft sind. Als Reaktion auf Vandalismus beschränken Schulleitung die Zugänge zu den Toiletten. Die Folgen mitunter sind, dass keine Toilettengänge sind. Die Toiletten bleiben einfach zu. Die große Mehrheit der anständigen Schüler leiden unter dem Vandalismus von wenigen Chaoten. Schulleitungen & Lehrkräfte wirken überfordert, mit dieser Situation umzugehen. Für ALLE die Toiletten zu sperren, verschärft das Problem dagegen.

            Was kann der Landkreis als Schulträger hier tun?

Die Schließung von Schultoiletten ist aus unserer Sicht keine akzeptable Lösung und stellt für Schülerinnen eine unzumutbare Situation dar. Gleichzeitig sehen wir, dass es bislang keine vollständig zufriedenstellenden Antworten auf die bestehenden Probleme, insbesondere im Hinblick auf Vandalismus, gibt.

Als mögliche Maßnahmen kommen kontrollierte Zugangssysteme in Betracht. Erfahrungen zeigen, dass Bezahltoiletten mit geringen Gebühren durch die regulierte Nutzung Vandalismus wirksam reduzieren können. Alternativ wäre ein Chipkartensystem denkbar, bei dem Lehrkräfte während des Unterrichts sowie Aufsichtspersonen in den Pausen den Zugang zu den Toiletten steuern. Ein solches System würde zudem ermöglichen, Verursacherinnen von Schäden leichter zu identifizieren.

Beide Ansätze sind zwar mit zusätzlichen Kosten für den Schulträger verbunden, könnten sich jedoch langfristig durch geringere Ausgaben für Reparaturen und die Vermeidung von Vandalismusschäden amortisieren.

🚽 Saubere Toiletten für alle – Vandalismus nur für die Täter!

Schultoiletten sind ein Grundbedürfnis und dürfen nicht als Druckmittel missbraucht werden. Was wichtig ist:

Verursacher zur Verantwortung ziehen – Schäden müssen verfolgt werden.
Schulen unterstützen – schnelle Reparaturen, vandalismussichere Ausstattung & genügend Reinigung.
Gemeinsam Acht geben – die Schüler selbst können aufeinander achten und kleine Störenfriede in Schach halten.

💪 Zusammen für saubere, funktionierende Toiletten – für alle!

Straftaten wie Sachbeschädigungen werden in einem Rechtsstaat verfolgt und ggf. sanktioniert. Die wenigen Chaoten, wie ihr sie nennt, müssen auch mit eurer Hilfe identifiziert und ggf. mit Sozialarbeitern zur Vernunft gebracht werden, zur Not auch mit Schulverweis. Einige Schulen haben in Selbstverantwortung eine zweiköpfige Aufsicht von Schülern während der WC-Öffnungszeiten
in den Pausen organisiert. Seither gibt es kaum noch Schäden.

Toiletten dürfen kein Dauerproblem sein. Der Landkreis muss

  • in regelmäßige Sanierung und Instandhaltung investieren,
  • Schulen bei Präventions- und Ordnungskonzepten unterstützen,
  • differenzierte Lösungen statt pauschaler Schließungen ermöglichen. Vandalismus weniger bestrafen – mehr Verantwortung und Identifikation schaffen.

Der Landkreis sollte als Schulträger die Bedarfe der Schüler*Innen und Schüler besser wahrnehmen. So kann bei baulichen Renovierungen Einfluss und Umsetzung mit den Beteiligten abgesprochen werden. Kritzeleien und Skizzen an Schultoiletten können aufgenommen werden, wenn zum Beispiel jeweils eine Wand der Toiletten dafür vorgesehen wird. Auch in den Handwaschbereichen sollten Schüler*Innen und Schüler die Dekoration machen. Gemälde, Mosaiken, Skulpturen etc. Wenn möglichst viele Nutzer*innen und Nutzer an der Gestaltung teilnehmen, so wird die Akzeptanz und damit die eigene Verbundenheit zu den Räumlichkeiten gestärkt. Dann wird Vandalismus in den Hintergrund treten.

Die Sperrung von Schultoiletten ist für uns nicht akzeptabel. Auf
Vandalismus darf nicht mit kollektiven Einschränkungen reagiert werden, sondern mit nachhaltigen Lösungen unter Einbeziehung der Schülerinnen und Schüler. Der Landkreis muss Sanierung, Instandhaltung und verlässliche Pflege ausreichend
finanzieren, einschließlich festangestelltem Reinigungspersonal mit fairer Bezahlung. Kostenpflichtige Toiletten oder dauerhafte Absperrungen lehnen wir ab. Zudem setzen wir uns für die Bereitstellung von Menstruationsprodukten an weiterführenden
Schulen sowie für geschlechtsneutrale Toiletten für alle ein.

Die Situation an vielen Schulen ist bekannt und leider ein Dauerproblem.

Gute und saubere Toiletten an Schulen sind kein Luxus. Sie gehören zu einer gesunden und würdevollen Lernumgebung.

Der Landkreis muss hier stärker investieren – nicht nur in Sanierung, sondern auch in dauerhafte Instandhaltung. Wir setzen uns dafür ein, dass Wartungszyklen verkürzt und Schulen verlässlicher unterstützt werden. Es braucht feste Reinigungspläne, schnelle Reparaturen und genug Geld im Haushalt des Landkreises für Instandhaltung.  Bei anstehenden Sanierungen müssen wir dabei auf Nachhaltigkeit achten. Das heißt zum Beispiel wassersparende Spülungen, langlebige Materialien und gute Lüftung. So schützen wir Klima und Ressourcen.

Zudem wäre es sinnvoll, Präventionsprojekte zu fördern, bei denen Schüler*innen Verantwortung übernehmen: Ein gutes Beispiel ist hier der Wettbewerb „Toiletten machen Schule“ der German Toilet Organization.

Dort zeigen Schulen, dass sich die Situation deutlich verbessert, wenn Schulgemeinschaft, Hausmeister und Schulträger zusammenarbeiten. Eure Beteiligung ist entscheidend. Wenn Schüler*innen mitreden dürfen, werden Lösungen besser angenommen und Toiletten pfleglicher behandelt. Verbote für alle lösen das Problem nicht, gemeinsame Lösungen schon.

Vandalismus in schulischen Toilettenanlagen stellt ein wiederkehrendes Problem dar, das die Schülerinnen und Schüler unmittelbar betrifft und ihren Schulalltag spürbar beeinflusst. Dementsprechend nehmen wir die diesbezüglichen Hinweise des Kreisjugendparlamentes sehr ernst.

Erfahrungen zeigen, dass reine Kontrollmaßnahmen oder Zugangsbeschränkungen oft nicht geeignet sind, langfristig Abhilfe zu schaffen. Erforderlich ist vielmehr ein schulisches Gesamtkonzept, das präventive, pädagogische, organisatorische sowie bauliche Maßnahmen integriert. Entscheidend ist dabei, dass Schülerinnen und Schüler Schule als einen Raum erleben, den sie mitgestalten können, mit dem sie sich identifizieren und für dessen Zustand sie Mitverantwortung tragen. Auf diese Weise sinkt im Idealfall die Bereitschaft, schulisches Eigentum zu beschädigen, da eine stärkere persönliche Bindung an den Ort entsteht.

Transparente Regeln sowie eine verlässliche Präsenz von Aufsichtspersonen können darüber hinaus dazu beitragen, Gelegenheitsstrukturen für Sachbeschädigungen zu verringern. Ebenso wichtig ist eine einheitliche Haltung der gesamten Schulgemeinschaft, die Beschädigungen nicht bagatellisiert, sondern klar, konsequent und zugleich pädagogisch angemessen darauf reagiert. Ziel ist es, Verantwortung zu fördern und nicht allein Sanktionen in den Mittelpunkt zu stellen.

Der Kreis kann unterstützend tätig werden, indem er die Schulen bei der Entwicklung entsprechender Konzepte durch Beratung, Austauschformate sowie die Prüfung bewährter Praxisbeispiele anderer Kreise begleitet. Damit werden nachhaltige und übertragbare Lösungsansätze gefördert und die Schulen bei der praktischen Umsetzung gestärkt.

Selbstverständlich bleibt es zugleich Aufgabe des Kreises, beschädigte Toilettenanlagen instand zu setzen und eine adäquate Nutzung für alle sicherzustellen. Dabei gilt es, neue Wege der Raumgestaltung zu prüfen, die Anlagen weniger anfällig für Beschädigungen machen und zugleich die Möglichkeit bieten, Spuren von Vandalismus schneller und unkomplizierter zu entfernen.

Dr. Horst Falk, Dautphetal, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion: Der Zustand der Schultoiletten ist leider in ganz Deutschland ein Dauerthema. Leider werden auch frisch renovierte Toiletten oder gar neu gebaute Toiletten oft schnell durch Schülerinnen und Schüler beschmiert oder gar beschädigt.

Es handelt sich hier um eine pädagogische Herausforderung, die nur gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern bewältigt werden kann. Es ist ratsam hier als Schulgemeinde gemeinsam einen Verhaltenskodex zu erarbeiten und mit den Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten, dass es eigentlich in ihrem eigenen Interesse sein muss, dass ihnen saubere und funktionsfähige Toilette zur Verfügung stehen.

  1. Schulessen

Das vom Landkreis mitfinanzierte Mittagessen wird insbesondere ab der Mittelstufe wenig angenommen. Als Pausenverpflegung werden häufig „Frühstücksangebote“ wie belegte Brötchen oder Snacks gekauft. Diese empfinden wir als teuer (z.B. Chickenburger 2,70€, Käsebrötchen 2,50€, kl. Pommes 2,50€.) Wir wünschen uns als Alternative zum warmen Mittagessen ein preiswertes Frühstücksangebot. An kleineren Schulen wird zudem kein Verkauf von Frühstück angeboten.

            Was kann der Landkreis als Schulträger hier tun?

Wir setzen uns für ein gesundes, ausgewogenes und bezahlbares Frühstücks- und Mittagessensangebot an Schulen ein. Derzeit ist ein solches Angebot jedoch noch nicht flächendeckend vorhanden. Unser Ziel ist es daher, die Verpflegung weiter auszubauen und zu verbessern. Dazu gehört insbesondere, die Auswahl breiter mit Fleisch-, vegetarischen und veganen Optionen aufzustellen und die Angebote stärker auf Allergien auszurichten. Ebenso wichtig ist uns eine stärkere Beteiligung der Schüler*innen, etwa durch regelmäßige Feedbackmöglichkeiten zur Qualität und Gestaltung der Verpflegung.

Ein vielversprechender Ansatz ist das bislang nur an wenigen Schulen umgesetzte Modell „Schüler kochen für Schüler“, das sowohl beim Frühstück als auch beim Mittagessen eingesetzt werden kann. Dieses Konzept hat sich als besonders praxisnah und erfolgreich erwiesen und sollte daher stärker gefördert werden.

Gleichzeitig müssen die gestiegenen Kosten für Lebensmittel, Personal und Produktion berücksichtigt werden. Eine nachhaltige finanzielle Entlastung kann nur gelingen, wenn das Land die Schulträger entsprechend ausreichend finanziell ausstattet.

🍏 Schulessen, das schmeckt & gut tut!
Der Kreistag setzt auf gesund, abwechslungsreich & fair – für alle Schüler.

💡 Ideen willkommen! Zusammen mit Schülervertretungen, Schulen & Caterern soll das Mittagessen besser an eure Wünsche angepasst werden – z. B. durch Frühstücks- oder Snackangebote.

💰Eltern zahlen fair, der Landkreis unterstützt bei Bedarf sozial schwache Familien. Auch kleine Schulen sollen passende Lösungen bekommen. Unser Ziel: Lecker, gesund & für alle bezahlbar! 😋

Zumindest die älteren unter uns kennen es so, daß wir nach dem Frühstück im Elternhaus von zu Hause Butterbrote und Obst mitgenommen haben. Schmackhaftes und gesundes
Mittag- bzw. Abendessen gab es im Elternhaus gemäß dem Motto: gut Futtern bei Muttern. Bei Ganztagsschulen ist der Schulträger in der Pflicht, für gesunde Ernährung seiner Schüler zu sorgen.

Wir wollen mehr Wahlfreiheit statt Einheitsangebote. Neben warmem Mittagessen sollen

  • preiswerte Frühstücks- und Snackangebote ermöglicht werden,
  • auch an kleineren Schulen, ggf. mit lokalen Anbietern.
    Der Landkreis sollte Rahmen setzen – keine Detailsteuerung.      

Aktuell erarbeiten wir im Landkreis eine Richtlinie zur geplanten Essensversorgung. Es ist wichtig, dass ihr an diesen Gesprächen teilnehmt. Bereits bei der letzten Sitzung machten wir deutlich, dass Termine gefunden werden müssen, an denen ihr überhaupt zeitlich die Möglichkeit habt, anwesend zu sein. In Zukunft werden alle noch mehr Zeit (auch in den Ferien) in der Schule verbringen. Daher muss es natürlich auch alternative Angebote zu einem warmen Mittagessen geben. Unserer Meinung nach sollten Schulen, die es sich leisten wollen dies eigenständig herzustellen, unterstützt werden. So wären Schüler*innen und Schüler am Prozess, der Auswahl und der Herstellung direkt beteiligt. Ernährungskonzepte und Herstellung würden sich ergänzen und Wünsche der Schulgemeinde könnten direkt einfließen. Auch wären so die Kosten der Angebote preisgünstig.

Wir setzen uns für ein kostenloses Frühstücks- und Mittagessensangebot an allen Schulen im Landkreis ein, denn eine ausgewogene und leckere Ernährung ist eine wichtige Grundlage für erfolgreiches Lernen. Gerade als Alternative zum warmen Mittagessen braucht es ein preiswertes Frühstücksangebot – auch an
kleineren Schulen. Das Angebot sollte die Bedürfnisse von Allergikerinnen und Veganerinnen berücksichtigen. Zudem sprechen wir uns gegen zentrale Großküchen und reine Cateringsysteme aus: Essen sollte möglichst frisch an der Schule mit regionalen Produkten zubereitet werden. Wichtig ist uns außerdem, dass Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung der Speisepläne beteiligt werden.

Viele eurer Punkte können wir gut nachvollziehen. Wir brauchen flexiblere und günstigere Angebote, die auch an kleinere Schulen passen.

Wir würden uns dafür einsetzen, Pilotprojekte für ein preiswertes „Schülerfrühstück“ zu starten – am besten in Kooperation mit lokalen Anbietern oder regionalen Landwirt*innen.

Unser Ziel sollte sein, gesunde, ökologisch nachhaltige Verpflegung anzubieten, die gleichzeitig bezahlbar bleibt, sich aber vor allem an Euren Bedarfen orientieren soll und deshalb in Zusammenarbeit mit Euch in Erfahrung gebracht werden muss.

Das Thema Schulessen empfinden wir als sehr brisant. Gerade in einer Zeit von immer mehr Ganztagsschule und langem Unterricht muss Schule auch ein Ort sein, an dem man satt werden kann. Leider gibt es hier das große Spannungsfeld von gesundem, regionalem und ökologischem Essen auf der einen Seite und bezahlbaren Preisen auf der anderen Seite. Dabei versucht die kreiseigene Firma Integral durch Zentralisierung der Küchen beidem gerecht zu werden. Gleichzeitig muss man klar sagen, dass der Fokus des Kreises auf einem vollwertigen Mittagessen liegt. Wir müssen als Gesellschaft daran arbeiten, dass dieses Essen in den Schulen besser angenommen wird. Eine Subventionierung der „Snacks“ (Burger, Käsebrötchen, Pommes) müssen wir bei der momentanen Haushaltslage leider ganz klar eine Absage erteilen.

Dr. Horst Falk, Dautphetal, bildungspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion: Neben Toiletten ist auch die Schulverpflegung eine Dauerthema in Schulen. Schulessen soll gesund und bezahlbar sein und zudem auch noch schmecken. In den meisten Schulen gibt es einen Mensa-Rat, in dem sich auch Vertreter der Schülerinnen und Schüler engagieren können und ihre Wünsche und Vorstellungen einbringen können.

Oft wird das Essen in der Schule nicht angenommen, da die Schülerinnen und Schüler lieber zur Bäckerei, Supermarkt oder Imbissbuden in der Nähe gehen. Leider sind die Preise in vielen Bereichen des täglichen Lebens in der letzten Zeit stark gestiegen, was sich auch bei den Preisen vom Schulessen niederschlägt. Es ist ratsam, dass die Schulgemeinde gemeinsam ein Konzept entwickelt, welches Essensangebot in der Schule gemacht werden soll, das auch angenommen wird. Es nutzt das gesündeste Essen nichts, wenn es die Schülerinnen und Schüler nicht wollen. Hier muss der Caterer sein Angebot auf die Schule abstimmen.


Psychische Gesundheit

Schulsozialarbeit und Schulpsychologen sind direkte und schnelle Hilfe bei besonderen Belastungssituationen. Gleichzeitig erleben wir, dass die Stundenleistungen der Schulsozialarbeit sich verringern. Schulpsychologen sind eine absolute Ausnahme. Dabei wäre dies auch für eine breite Akzeptanz von psychosozialer Angebote enorm wichtig.

Wie kann der Landkreis hier Angebote schaffen?

Das Stundenbudget für Schulsozialarbeit an den Schulen ist zu niedrig, dadurch entstehen an den Schulen teilweise lange Wartezeiten, was an den Bedarfen der Betroffenen natürlich völlig vorbeigeht. Der Kreisausschuss hat 2025 zurückgemeldet, dass von den Schulen nicht mehr Deputat für Sozialarbeit angefordert wurde. Diese zwei völlig entgegengesetzten Rückmeldungen passen für uns nicht zusammen und müssen dringend geklärt werden.

🧠 Psychologische Unterstützung an Schulen stärken!

Schulsozialarbeit und Schulpsychologie sind super wichtig, um Schüler in belastenden Situationen früh zu helfen. Wenn Beratungsstunden fehlen oder Psychologen kaum verfügbar sind, bleibt eine Lücke, die Schulen allein kaum schließen können.

💡 Deshalb wollen wir:

  • Schulsozialarbeit verlässlich ausstatten
  • Schulpsychologische Beratung sichtbarer & leichter zugänglich machen 👀
  • Angebote freiwillig, kostenfrei und vertraulich halten 🤝

Je bekannter diese Hilfen sind, desto mehr werden sie genutzt – also reden wir offen darüber! Unser Ziel: verlässliche, dauerhafte Unterstützung für alle Schüler.

#Schulpsychologie #Schulsozialarbeit #MentalHealth #SupportFürSchüler #DeineStimmeZählt

Vertrauens- und Klassenlehrer sollten erste Ansprechpartner bei psychischen Problemen der Schüler sein und in Abstimmung mit den Eltern für Abhilfe sorgen. Dafür gibt es die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Marburg. Ein liebevoller Umgang untereinander soll gefördert werden, dazu gibt es Schulbegleiter im Ehrenamt.

Schulsozialarbeit und Schulpsychologie müssen gestärkt werden.
Wir setzen uns ein für

  • ausreichende Stundenkontingente,
  • bessere Koordination externer Fachstellen,
  • niedrigschwellige, freiwillige Angebote.
    Psychische Gesundheit braucht frühe Hilfe, keine Stigmatisierung

Leider hält das Staatliche Schulamt zurzeit nur zusammengerechnet 4 volle Stellen an Schulpsychologen bereit. Dies ist in keiner Weise ausreichend! Gerade seit Corona haben Kinder und Jugendliche zusätzlich massiv erhöhte Erkrankungen und Nöte. Leider kann der Kreis an dieser Stelle das Schulamt nicht anweisen den Stellenpool zu erhöhen. Wir sind allerdings für die Schulsozialarbeit zuständig und hier werden wir uns als Marburger Linke auch kämpferisch einsetzen. Es bedarf mehr Schulsozialarbeit anstatt diese weiterhin zu kürzen, indem auslaufende Verträge einfach nicht verlängert werden. Wo bleibt da der oft zitierte Satz: Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft? Gilt er nicht, wenn es Geld kostet? Wäre es nicht sinnvoll an dieser Stelle bereits zu unterstützen?

Der Schutz und die Förderung der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen müssen an Schulen einen höheren Stellenwert erhalten. Dafür braucht es eine stärkere finanzielle Ausstattung der Schulsozialarbeit sowie gut qualifizierte Fachkräfte. Auch wenn Schulsozialarbeit in erster Linie eine Landesaufgabe ist, sehen wir den Landkreis in der Verantwortung, ergänzende
Angebote auszubauen. Dies kann beispielsweise durch zusätzliche Stellen, bewegungsorientierte Schulsozialarbeit und eine bessere Koordination der bestehenden Hilfen erfolgen. Eine enge Vernetzung mit außerschulischen psychosozialen Angeboten kann Versorgungslücken schließen. Perspektivisch sollten Beratungs- und Seelsorgeangebote selbstverständlicher Bestandteil jeder Schule sein. Zudem setzen wir uns für koordinierende Stellen wie einen
Kreisjugendpfleger ein und für geeignete Rückzugs- und Aufenthaltsräume, da Schule heute nicht nur Lern-, sondern auch Lebensort ist.

Psychische Gesundheit ist eine der großen, zunehmend steigenden Herausforderungen unserer Zeit – besonders für junge Menschen. Der Ausbau von Schulsozialarbeit und die bessere Verfügbarkeit von Schulpsycholog*innen sind dafür zentral.

Wir setzen uns dafür ein, dass der Landkreis gemeinsam mit dem Land neue Personalstellen schafft oder kofinanziert. Außerdem sollten wir Schulsozialarbeit stärker mit Jugendhilfe, Beratungsstellen und Vereinen vernetzen. Ergänzend könnten niedrigschwellige Angebote entstehen – etwa Peer-Beratung, mobile Teams oder Online-Sprechstunden.

Diese Frage spricht uns direkt aus dem Herzen. Wir als SPD finden flächendeckende Schulsozialarbeit, sowohl an weiterführenden Schulen als auch an Grundschulen als essenziell. Hier kann Schüler*innen frühzeitig und niederschwellig geholfen werden. Auch deshalb haben wir in den vergangenen Jahren die Ausgaben für Schulsozialarbeit (im Landkreis) deutlich erhöht und die Schulsozialarbeit ausgeweitet. Dabei wäre Schulsozialarbeit nicht nur eine Aufgabe des Landkreises, sondern auch der Kommunen und vor allem des Landes. Leider beteiligt sich das Land nur in sehr geringem Umfang (UBUS-Kräfte) an der Schulsozialarbeit. Im Landkreis ist es uns in den letzten Jahren gelungen die Schulsozialarbeit zu „verteidigen“ und somit zumindest auf dem bestehenden Niveau zu halten. Darauf sind wir sehr stolz. Dass die steigenden Kosten einer defacto Kürzung entsprechen ist bedauerlich, aber leider bei der momentanen Finanzlage des Kreises nicht anders möglich. Sollten wir als Landkreis wieder über mehr Geld verfügen, werden wir die Schulsozialarbeit mit hoher Priorität bedenken.

Elvira Thomas, Breidenbach, sozialpolitische Sprecherin der CDU-Kreistagsfraktion: Kinder und Jugendliche stehen zunehmend vor Herausforderungen, die sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken können. Belastungen wie familiäre Konflikte, Gewalterfahrungen oder Trauer können Auslöser seelischer Krisen sein. Dazu gehören auch Ursachen, die dem Kontext Schule zuzuordnen sind, wie Mobbing, Lern- oder Konzentrationsbeeinträchtigungen, Streitigkeiten in der Klasse etc. Wichtig ist, dass eine möglichst schnelle und direkte Hilfe gewährleistet werden kann.

Bezogen auf die Fragestellung, wie der Landkreis Angebote schaffen kann, sei zunächst auf das freiwillige und flächendeckende Angebot der Jugendsozialarbeit an Schulen nach § 13 SGB VIII hingewiesen. Dieses seit vielen Jahren bestehende Angebot an allen Schulformen wurde nach und nach ausgebaut und erweitert. Dafür stehen im Haushalt inzwischen 838.000 Euro zur Verfügung. Ergänzend werden von Seiten des Landkreis Beratungsstellen im gesamten Kreisgebiet gefördert, welche Kinder- und Jugendliche selbst und/oder ihre Eltern beraten und unterstützen.

Beispielhaft:

  • Kinderschutzbund Marburg-Biedenkopf,
  • Familien- und Erziehungsberatungsstellen,
  • Fachstelle zu sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend
  • Wildwasser e.V.,
  • Jugendmigrationsdienst,
  • Sozial- und Lebensberatung des Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf,
  • Psychologische Beratungsstelle des Phillipshaus Marburg.

Weiterhin steht auch das Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst, Kindern und Jugendlichen beratend und vermittelnd zur Seite.


Lebenswerter Landkreis

  1. Zukunft für junge Menschen

Für junge Menschen ist es nach dem Schulabschluss oft schwierig im Elternort zu bleiben. Viele verlassen wegen Ausbildungsmöglichkeiten den Landkreis. Nach den Ausbildungen kommen diese häufig nicht mehr zurück.

Was kann der Landkreis hier tun?

Der Landkreis ist mit seinen Beruflichen Schulen, diversen großen und kleinen Ausbildungsbetrieben, der Philipps-Universität und der THM sehr breit aufgestellt. Woran es oft mangelt ist bezahlbarer, elternunabhängiger Wohnraum vor Ort, um die Unabhängigkeit junger Menschen zu fördern. Hier forderten wir zuletzt im Kreistag zu prüfen, ob ein Azubiwohnheim am Standort Biedenkopf die Attraktivität der Ausbildung vor Ort steigert. Leider wurde der Antrag von SPD und CDU abgelehnt. Dennoch sehen wir hier auch weiterhin Potenzial.

🌟 Bleib im Landkreis und starte durch!

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützt junge Menschen mit dem Projekt „Jugend stärken – Brücken bauen“ (14–26 Jahre), besonders wenn der Übergang von Schule zu Ausbildung oder in die Selbstständigkeit mal holprig ist. 💪

Was es gibt:

  • Beratung & Begleitung bei Schule, Ausbildung, Job oder persönlichen Problemen 📚💼💡
  • Hilfe bei Wohnung, Finanzen & Alltag🏠💰
  • Care Leaver Support für junge Menschen aus Pflege- oder Jugendhilfeeinrichtungen, die eigenständig leben wollen 🌱
  • Flexibel & vertraulich – alles freiwillig, kostenlos und ansprechbar, wo du bist 🤝

Das Ganze läuft in enger Zusammenarbeit mit Schulen, Jobcenter, Jugendhilfe, Betrieben und vielen anderen Partnern. Ziel: dich stark machen für ein eigenständiges Leben im Landkreis!

💡 Gefördert durch das Bundesministerium & die EU (ESF Plus) – weil Beteiligung und Unterstützung wichtig sind.

#JugendStärken #MarburgBiedenkopf #Eigenständig #SupportFürJugendliche #CareLeaver #DeineZukunft

Insbesondere Marburg bildet mit den Kliniken, Universität, Fachhochschule und Stadtverwaltung, aber auch im Handwerk vglsw. viele Ausbildungsmöglichkeiten. Wenn die passende Stelle nicht dabei sein sollte, ist ein Wohnortwechsel manchmal eine Bereicherung im Leben. Man lernt neues kennen und schätzen.

Der Landkreis muss attraktiver werden durch

·       bessere Ausbildungs- und Jobperspektiven,

·       Förderung von Start-ups und Handwerk,

·       bezahlbaren Wohnraum und gute Mobilität.
Junge Menschen bleiben, wenn Chancen vor Ort bestehen.

Der Landkreis kann die Etablierung und den Ausbau der THM Standorte vorantreiben und in Zusammenarbeit die angebotenen Ausbildungsgänge sinnvoll erweitern, anstatt sie auslaufen zu lassen, so wie es teilweise gerade geschieht. Die gleichen Ansätze gelten für die ansässigen Berufsschulen, damit die von euch gewünschte Ausbildung auch wohnort- und arbeitsortnah durchgeführt werden kann.

Um junge Menschen nach dem Schulabschluss im Landkreis zu halten, braucht es attraktive Perspektiven vor Ort. Dazu gehören vielfältige Ausbildungs- und Studienangebote, eine bessere Vernetzung innerhalb des Landkreises sowie ein leistungsfähiger ÖPNV. Wichtig sind außerdem bezahlbarer Wohnraum, etwa kostengünstige Wohnheime für Auszubildende, und gut bezahlte Arbeitsplätze im gesamten Kreisgebiet.

Viele junge Menschen verlassen den Landkreis, weil Ausbildungsplätze oder Freizeitangebote fehlen. Das dürfen wir nicht einfach hinnehmen.

Der Landkreis kann Ausbildungsmessen, Wohnraumprojekte für Azubis oder regionale Ausbildungsnetzwerke fördern, um Perspektiven vor Ort zu schaffen.

Für uns sind die Stärkung und Sicherung unserer Berufsschulstandorte im Kreis für den Erhalt von Ausbildungsberufen und -Schwerpunkten ausschlaggebend. In enger Zusammenarbeit mit den Berufsschulen, Kammern, Wirtschaftsförderung und Betrieben wollen wir mehr Ausbildungsplätze, Berufsorientierung an Schulen und Unterstützung für Azubis schaffen – auch durch Wohnraum und Mobilität.

Dominic-Klaus Diessner, Gladenbach, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion: Es liegt nicht an der fehlenden Heimatverbundenheit junger Menschen, sondern in erster Linie an fehlenden Perspektiven direkt nach dem Schulabschluss. Wer für Ausbildung oder Studium den Landkreis verlässt, kehrt häufig dann nicht mehr zurück, wenn Arbeit, Wohnung und Erreichbarkeit hier nicht zusammenpassen. Genau an diesen Punkten muss der Landkreis ansetzen.

Der Landkreis ist Schulträger und kann deshalb beim Übergang von Schule in den Beruf aktiver vermitteln. Dazu gehört eine ganzheitliche Berufsorientierung an allen weiterführenden Schulen gemeinsam mit regionalen Betrieben, Handwerk, Pflege, Verwaltung, Polizei oder Rettungsdiensten. Praktika, Ausbildungstage und Unternehmenskooperationen müssen zum Regelfall werden und nicht zur Ausnahme. Gleichzeitig müssen die beruflichen Schulen gestärkt und eng mit der Technischen Hochschule Mittelhessen verzahnt werden, um auch duale Studienangebote im Kreis sichtbar zu machen.

Ebenso entscheidend ist die Erreichbarkeit von Ausbildungsplätzen. Viele Ausbildungen scheitern nicht am Angebot, sondern an verkehrlicher Erreichbarkeit sowie an Bus- und Bahnverbindungen. Deshalb braucht es bessere Verbindungen zu Gewerbegebieten und den weiteren bedarfsgerechten Ausbau des ÖPNV bspw. mit Schnellbuslinien, damit Jugendliche ihren Ausbildungsplatz eigenständig erreichen können.

Ein weiterer Punkt ist das Wohnen. Auf Hinwirken der CDU hat die Wirtschaftsförderung Möglichkeiten und Bedarf für spezielle Azubi-Wohnangebote (Azubi-Campus) geprüft und ist mit Unternehmen und anderen Akteuren weiter im Gespräch.Ziel muss sein, dass junge Menschen gar nicht erst gezwungen sind wegzugehen – und wenn sie für Studium oder Ausbildung den Landkreis verlassen, später attraktive Arbeitsplätze in der Heimat vorfinden. Deshalb gehört auch eine aktive Fachkräfte-Rückkehrstrategie gemeinsam mit Unternehmen zur Notwendigkeit. Die Förderung von Ausbildung und regionaler Wirtschaft ist ausdrücklich Teil der wirtschaftspolitischen Zielsetzung der CDU Marburg-Biedenkopf.


  1. Jugendkulturelle Angebote

Aus unserer Sicht mangelt es an Jugendkulturellen Angeboten für Jugendliche ab 16 Jahren als auch für junge Erwachsene (außerhalb der Stadt Marburg bzw. für Nicht-Studenten). Angebote der Jugendpflegen sind meistens für jüngere Jugendliche.

Wie kann der Landkreis jugendkulturelle Angebote im ländlichen Raum fördern?

Der Landkreis kann Träger besser in der Jugendarbeit vor Ort unterstützen, indem er deren Projekte finanziert. Denkbar wären auch mehr Kooperationen zwischen Kommune, Trägern und Vereinen, um ein breiteres kulturelles Angebot für junge Menschen im Ländliche Raum zu schaffen. Gleichzeitig ist wichtig, dass die jungen Menschen in den Kommunen die Möglichkeit bekommen konkret ihre Wünsche zu formulieren und bei der Umsetzung von Angeboten aktiv mitzuarbeiten.

 💡 Wie kann der Landkreis helfen?
Viele örtliche Kulturvereine bieten schon coole Angebote – und sie freuen sich über aktive Mitarbeit von Jugendlichen.
👏
Deine Ideen & Wünsche können direkt eingebracht und umgesetzt werden – wenn ihr euch selbst mit einbringt und Verantwortung übernehmt!
💪

Mitmachen, mitgestalten, mitbestimmen – so entsteht echte Jugendkultur im ländlichen Raum! 🌟

#Jugendkultur #MarburgBiedenkopf #Mitmachen #Eigenverantwortung #DeineIdeeZählt #YoungAndActive #LändlicherRaum

Es gibt im Landkreis zahlreiche Sportvereine, denen man sich anschließen oder neue Vereine gründen kann.

Wir wollen mehr Raum für Eigeninitiative:

·       Förderung von Jugend-Events, Musik- und Kulturprojekten,

·       flexible Förderprogramme statt starrer Altersgrenzen,

·       Kooperationen mit Vereinen, Initiativen und Ehrenamtlichen.
Jugendkultur entsteht vor Ort – nicht am Schreibtisch.

Der Landkreis muss den Aufbau von Jugendzentren, in Zusammenarbeit mit den Kommunen, Trägern und Vereinen forcieren. Es sollten Räumlichkeiten an bestehenden Bürgerhäusern genutzt werden und leerstehende kommunale Gebäude für geleitete und unbetreute Treffpunkte umgewidmet werden.

Der Landkreis sollte bestehende Räume, in Schulen, Gemeindehäusern oder leerstehenden Gebäuden, als öffentliche Treffpunkte nutzen. Neben Nachbarschaftszentren können diese Räume auch als Jugendzentren dienen.
Selbstorganisierte Angebote ermöglichen es, passgenaue Freizeit- und Kulturangebote für Jugendliche und junge Erwachsene zu schaffen. Dabei sollten Räume und Angebote unabhängig von der finanziellen Lage zugänglich sein.

Jugendkulturangebote für 16+ sind ebenfalls unerlässlich. Wir brauchen mehr jugendgerechte Treffpunkte, Feste und Kulturveranstaltungen auch außerhalb von Marburg – beispielsweise mobile Jugendkulturformate, Open-Air-Angebote oder Kooperationen mit Jugendclubs.

Wir setzen uns ein für ausreichend Kitas, Tagespflege, Grundschulbetreuung und Ferienangebote, Jugendzentren, Vereine und außerschulische Lernorte, damit Kinder und Jugendliche wertvolle Erfahrungen sammeln und ihre Interessen entdecken können. Den Kreisjugendplan wollen wir bedarfsgerecht aktualisieren und überarbeiten, um auf dieser Basis die Aktivitäten der Jugendverbände und –vereine nachhaltig zu unterstützen. Wir wollen neue Impulse für die kulturelle Teilhabe von Kindern, Jugendlichen, Familien und älteren Menschen setzen und dabei gezielt auf Barrierefreiheit und Inklusion achten – kulturelle Angebote müssen für alle zugänglich sein, unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Einschränkungen. Kulturelle Bildung verstehen wir als Querschnittsaufgabe – etwa durch Kooperationen zwischen Schulen, Kitas, Jugendzentren, Vereinen, Initiativen und Kultureinrichtungen.

Dominic-Klaus Diessner, Gladenbach, wirtschaftspolitischer Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion: Gerade außerhalb der Stadt Marburg ist das Vereinsleben zentrales Bindeglied der Gesellschaft. Sportvereine, Feuerwehr, Naturschutz, Kulturinitiativen und viele mehr stellen in der Regel ehrenamtlich ein breites Angebot zum Engagement und Freizeitaktivitäten auf die Beine. Es gilt, diese zu Fördern und Rückhalt zu geben.

Der Landkreis kann Jugendkultur nicht vollständig selbst organisieren, aber er kann Rahmenbedingungen schaffen. Wenn junge Menschen erleben, dass in ihrer Heimat etwas stattfindet und sie selbst mitgestalten können, steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass sie nach Ausbildung oder Studium zurückkehren. Die Unterstützung von Ehrenamt, Vereinsarbeit sowie Musik- und Kulturinitiativen gehört ausdrücklich zu den Aufgaben, die die CDU im Landkreis stärken will.

Dazu wollen wir ein breites kulturelles Bildungsangebot im Landkreis auch durch die Einbindung der freiberuflichen Lehrkräfte und Künstler, die privaten und freien Musik- und Kunstschulen sowie den Berufsverband Deutscher Tonkünstlerverband Marburg weiterentwickeln. Wir werden außerdem Musikschulen und kommunale Kulturinitiativen auch zukünftig unterstützen sowie Veranstaltungen des Hessischen Landestheaters in den kreisangehörigen Kommunen weiterhin fördern.


Klima und Naturschutz

Wir haben den Eindruck, das Thema Klima und Naturschutz findet kaum noch Beachtung. Dabei können viele Maßnahmen ganz direkt hier im Landkreis umgesetzt werden.

Welche zentralen Maßnahmen zum Klima und Naturschutz möchten Sie umsetzen?

Im Bereich Mobilität wollen wir mehr Tempo beim Radwegeausbau, bei überdachten Fahrradparkplätzen und Reparaturstationen.
Das Busnetz muss regelmäßig auf die Bedarfe geprüft und angepasst werden. Reaktivierung alter Bahnstrecken, um gerade für junge Menschen ein weiteres elternunabhängiges Angebot zu schaffen, wie die Ohmtalbahn oder Salzbödebahn streben wir an.

Im Bereich Klimaschutz wollen wir vor allem bei den Schulen mehr: Die Dächer mit PV ausstatten, auch um den steigenden Strombedarf der Schulen zu decken, moderne Radabstellanlagen, wo auch ein E-Bike geladen werden kann, begrünte und naturnahe Schulhöfe statt Asphalt, die sowohl zum Spielen als auch zur Erholung einladen, vor Hitze schützen und Lebensraum für Pflanzen und Tiere sein können. Alle Klassenräume und Fachräume sollten beschattet werden können (z.B. durch elektrische Rollos). Wasserrückhalteflächen können vor Hochwasser oder Überflutungen schützen und gleichzeitig. Schulgärten und Biotope sollen ein Standard für jede Schule werden.

🌍 Klima & Natur starten bei uns selbst!

Klima- und Naturschutz werden oft vergessen – dabei kann jeder von uns hier im Landkreis direkt etwas bewegen! 🌱💪

💡 Unser Motto:

  • Klimaschutz beginnt zu Hause und bei jedem Einzelnen 🏡
  • Jede noch so kleine Aktion – ob jung oder alt – macht einen Unterschied
  • Viele kleine Taten schaffen viel, Worte allein reichen nicht!
  • Das Kreisjugendparlament macht aktiv mit bei der „Aktion Saubere Landschaft“ und wirbt dafür – so könnt ihr gemeinsam mit uns die Natur sauberer und grüner machen! 🌳🗑️

Also: mitmachen, anpacken, Verantwortung übernehmen – gemeinsam für Klima & Natur! 💚

#KlimaAction #Naturschutz #Eigenverantwortung #TatenStattWorte #SaubereLandschaft #Kreisjugendparlament #MarburgBiedenkopf #JugendPower #FutureIsNow

Mitglieder der Bürgerliste Weiterdenken haben sich für den Erhalt des Kulturdenkmals Alter Botanischer Garten und den Vitospark eingesetzt, z. B. durch Baum-Nachpflanzungen. Auch Hessen-Forst bietet solche Aktionen an.

Fast jeder kann auch im kleinen etwas zum Naturschutz umsetzen,
z. B. durch Entsiegelung von Flächen bei sich am Elternhaus und
durch Pflanzung von Gehölzen.

Militärische Übungen und Manöver beeinträchtigen Klima, Naturschutz und Lebensqualität, insbesondere durch Lärm und Ausstoß von Abgasen beispielsweise durch vermehrte Überflüge in
unserem Kreis durch das Kampfhubschrauberregiments in Fritzlar. Die Division Schnelle Kräfte (DSK) befindet sich in Stadtallendorf. Das Motto der Division Schnelle Kräfte „einsatzbereit –
jederzeit – weltweit“ verdeutlicht in erschreckend klarer Weise den Auftrag und das Selbstverständnis der Division, über die Landesverteidigung hinaus militärisch aktiv zu werden und
macht unseren Landkreis zu einem möglichen Angriffsziel.
Daher setzen wir uns für Abrüstung, das Recht auf Kriegsdienstverweigerung und für Diplomatie
zwischen den Menschen und Völkern ein. Das hilft nicht nur dem Klima und Naturschutz, sondern v. a. auch den jungen Menschen, die NICHT für angebliche Interessen der Mächtigen geopfert
werden dürfen.

Wir setzen auf wirksamen, lokalen Klimaschutz ohne Ideologie:

·       Ausbau erneuerbarer Energien mit Augenmaß,

·       Energieeffizienz in kreiseigenen Gebäuden,

·       Schutz von Naturflächen durch Kooperation statt Verbote,

·       Förderung von Innovation und Technologie.
Klimaschutz muss praktisch, bezahlbar und umsetzbar sein.

Im Landkreis muss die Taktung des Busverkehrs erhöht und gleichzeitig sichere Radwege gebaut werden. In Schulen gibt es einen hohen Bedarf an mehr Beschattung durch Baumpflanzungen. PV-Anlagen auf den Dächern und damit gespeiste Ladestationen für E-Bikes an großzügigen Fahrradabstellplätzen sind dringend umzusetzen.

Klima- und Naturschutz sind zentrale Elemente unserer Politik, besonders auf Landkreisebene. Wir setzen auf einen gut ausgebauten und kostengünstigen öffentlichen Nahverkehr, um den klimaschädlichen Individualverkehr zu reduzieren.
Gleichzeitig wollen wir Strom- und Wärmeproduktion aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne ausbauen.
Auf jedes Schuldach und kreiseigene Gebäude sollen
Solaranlagen installiert werden, und bestehende Klimaschutzbeschlüsse müssen verbindlich umgesetzt werden. Wie wollen, dass öffentliche Gebäude, nach einem klaren Fahrplan bis 2035 klimaneutral gemacht werden, etwa durch gute Dämmung,
energetische Sanierung, Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen.

Ihr sprecht uns hier aus dem Herzen. Die Wichtigkeit dieser vernachlässigten Themen ist auch der Hauptgrund, warum wir wieder zur Kommunalwahl für den Kreistag antreten. Wir dürfen den Klimaschutz und den Naturschutz nicht als Zusatzaufgabe sehen, sondern als Kernaufgabe für eine nachhaltige Zukunft unseres Landkreises – und damit auch für Euch, die junge Generation.

Auch wenn wir hier nicht unser komplettes Programm, was sehr viel zu diesen Themen enthält, darlegen können, hier mal ein paar Schwerpunkte, für die wir uns im Kreistag auch weiterhin stark machen möchten:

Im Klimaschutz möchten wir unter anderem:

– Nachhaltigen, ökologischen Ausbau von Windenergie und Photovoltaik – naturverträglich und mit fairer Beteiligung der Kommunen

– Stärkung von Modellen der Bürgerenergie und Energiegenossenschaften – für uns gehört die Energieerzeugung in die Hand der Menschen vor Ort

– Ausbau erneuerbarer Wärmeversorgung für die Menschen im Landkreis und mehr Energieberatung, um über die Möglichkeiten (Wärmepumpe, Nahwärmenetze…) aufzuklären

– Klimafreundliche Mobilität – sichere Radwege, mehr E-Busse und bessere Anbindungen im ländlichen Raum. Dazu gehört für uns auch die Reaktivierung der Salzböde- und der Ohmtal-Bahn

– Stärkung von regionaler Weiterverarbeitung, Direktvermarktung und ökologischer Erzeugung in der Landwirtschaft

– Maßnahmen gegen Flächenfraß, zum Beispiel Schaffung von neuem Wohnraum durch bessere Nutzung bestehender Gebäude statt immer neuer Einfamilienhäuser auf der Grünen Wiese

Neben Klimaschutz ist auch Klimaanpassung eine zentrale Aufgabe des Landkreises, für uns gehören dazu:

– Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser

– Flächenbegrünung, Entsiegelung statt Asphaltwüsten

– Maßnahmen zum Schutz vor Hitze und Extremwetter, gerade für verletzliche Menschen wie Kinder, ältere Menschen und Menschen mit gesundheitlichen Risiken

Auch im Naturschutz möchten wir einiges erreichen im Landkreis. Hierzu gehören:

– Schutz von Feuchtgebieten und weitere Renaturierung von Bächen und Flüssen oder auch Waldmooren

– Förderung von artenreichen Wiesen und Weiden

– Nutzungsstopp in besonders wertvollen Alt- und Schutzwäldern

– Stärkung von für den Naturschutz wichtigen Institutionen wie Landschaftspflegeverband und Naturschutzbeirat und der Zusammenarbeit mit Naturschutzvereinen und -verbänden

– aber auch kleinere Dinge wie Schutz und Förderung von Hecken, Feldrainen oder auch Streuobstwiesen oder Schutz von Tieren, die an Gebäuden leben (Vögel, Fledermäuse) können hier helfen

Speziell für die Schulen möchten wir hier:

– Ausbau von Solarenergie auf allen kreiseigenen Gebäuden, vor allem Schulen, auch durch aufgeständerte Photovoltaikmodule, die gleichzeitig Schatten spenden – regenerative Energien wie Solarenergie sollen im Schulalltag praktisch und technisch erfahrbar werden

– Konsequente energetische Sanierung der Schulen und Umstellung auf erneuerbare Wärmequellen

– Programme zum Energiesparen an Schulen, koordiniert mit Bildungseinrichtungen

– Förderung von Biodiversität durch Schulgärten und Blühflächen auf Schulhöfen, aber auch am Gebäude

– Einsatz von Regen- und Brauchwasser bspw. für Toilettenspülungen, um wertvolles Trinkwasser zu sparen

– Entsiegelung und Begrünung von Schulhöfen als Hitzeschutz und zur besseren Aufnahme von Regenwasser (vor allem bei Starkregen)

– Ausbau von Klimabildung – vor allem der Ganztag bietet hier neue Möglichkeiten

Klima- und Naturschutz waren, sind und bleiben für uns wichtig. Wir übernehmen Verantwortung für unsere Zukunft. Deshalb ist unser erklärtes Ziel bis im Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Dafür möchten wir in den nächsten Jahren folgendes umsetzen:

  • Wichtige Grundlagen: das Klimaschutz-Aktionsprogramm, mit dem Maßnahmenpaket mit 25 konkreten Themen und dem Aufbau eines Kompetenzcenters-Klimaschutz. Diese wollen wir in allen Kommunen und Städten verankern.
  • Erneuerbare Energien ausbauen mit Bürger*innenbeteiligung: Agri-Photovoltaik als Verbindung von Landwirtschaft und Energiegewinnung, Repowering bestehender Windkraftanlagen, wohnortnahe Stromerzeugung zur Einspeisung in lokale Wärmenetze, Unterstützung bei Agri-Photovoltaik, Biogas und Windkraftprojekten, Beratung zu Förderprogrammen und Genehmigungsverfahren, Integration klimafreundlicher Energieerzeugung in landwirtschaftlichen Betrieben
  • Unsere Infrastruktur wollen wir zukunftsfähig entwickeln und dazu folgendes umsetzen: den Hitzeaktionsplan, ein Starkregen-Warnsystem etablieren -sowie einen Hochwasser- und Starkregen-Leitfaden für Kommunen bereitstellen, eine breite Informationskampagne zur Klimaanpassung starten, Schulungs- und Bildungsangebote für verschiedene Zielgruppen fördern
  • Kommunale Wärmeplanung: Wir unterstützen die Kommunen bei der Erstellung und Umsetzung durch unser Kompetenzcenter Klimaschutz Kommunal und fördern die interkommunale Zusammenarbeit.
  • Bioenergiedörfer und Energiegenossenschaften stärken: Wir begleiten sie aktiv – auch bei der Umstellung auf neue Energieformen und beim Generationswechsel. Die Neugründung weiterer Bioenergiedörfer fördern wir ausdrücklich.
  • Klimafonds und klimafreundliche Mobilität: Wir begleiten und unterstützen die Entwicklung eines Klimafonds bei der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Wir setzen uns für die Umrüstung von Fuhrparks und den Ausbau der Ladeinfrastruktur bei Unternehmen ein.
  • Naturschutz: Den Kreisausschuss als Naturschutzbehörde werden wir bei seinen vielfältigen Aktivitäten und unterschiedlichen Handlungsfeldern zum Biodiversitätsschutz weiterhin unterstützen und angemessen finanziell ausstatten. Die Ausweisung weiterer Naturschutzgebiete sowie die Erarbeitung einer Biodiversitätsstrategie wollen wir voranbringen.

Karin Lölkes, Münchhausen, Mitglied im Kreisausschuss, Bäuerin: Auf ca. 1350 Hektar Ackerland werden bereits im Landkreis Marburg-Biedenkopf freiwillige Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität und Artenvielfalt (ca. 950 Hektar freiwillige Brache, 380 Hektar Blühflächen und 40 Hektar Uferrandstreifen und Erosionsschutzstreifen) umgesetzt – dazu durch große Flächenextension genutztes Grünland. Ansonsten gewährleisten wir Bäuerinnen und Bauern durch die normale Bewirtschaftung, egal ob ökologisch oder konventionell, CO2-Bindung durch Pflanzenwachstum und nicht-wendende Bodenbearbeitung. Die Landwirtschaft hat die Ziele zur CO2-Reduktion bisher erreicht. Dies möchten wir weiter fortführen.